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Über GeoTWAIN

Die erste Hürde, die für eine räumlichen, kartenbasierte Analyse von Daten zu überwinden ist, ist die Georeferenzierung der vorhanden Quellen: Jedem Ort muss eine – im Idealfall – eindeutige Koordinate zugewiesen werden. Das HRA-Büro im Karl-Jaspers-Centre hat etwa die UTM-Koordinaten 49.409878°/8.689798°. Das in der HRA entwickelte GeoTWAIN liefert dem Wissenschaftler ein webbasiertes Werkzeug an die Hand, das die Georeferenzierung per Interview vereinfacht, und damit den Einstieg in die Darstellung und Analyse mittels (Historischen) Geographischen Informationssystemen ((H)GIS) erleichtert.
Das Tool GeoTWAIN führt nach dem Upload einer Tabelle mit Ortsnamen ein kartengestütztes Interview mit dem Benutzer durch, bei dem zu jeden Namen der wirklich gemeinte Ort mit seinen Koordinaten ermittelt werden kann. Hierbei greift GeoTWAIN auf unterschiedliche Gazetteers (Ortsnamensverzeichnisse samt Koordinaten) zurück und wertet diese vorab aus, um sich überlappende Ergebnisse durch unterschiedliche regionale oder zeitliche Schreibweisen zu verhindern. Im Gegensatz zur weit verbreiteten Abfrage mittels Google Maps (Google Maps API) und ähnlichen Services, die nur den jeweils „wichtigsten“ Ort anzeigt, liefert GeoTWAIN mehrere, nach Relevanz gestaffelte Ergebnisse. So ist sichergestellt, dass auch ein aus Sicht Googles „niederrangiges“ Neustadt unter mehreren hundert Neustadts in Deutschland gefunden wird; ebenso die Heidelbergs in Südafrika. Das Ergebnis kann u.a. als Google Earth kompatible .kml/.xml-Datei mit Zeitangaben (time stamps) heruntergeladen oder direkt in Google Earth betrachtet werden.
Die Erweiterung „TwoFlowers“ von Philipp Franck ermöglicht eine statistische Visualisierung nach Häufigkeit des Vorkommens der einzelnen Ortsnamen. An einer Schnittstelle zur Abfrage per Webservice wird aktuell gearbeitet.

IEEE Artikel über GeoTWAIN (en)

Team

Projektkoordination: Kilian P. Schultes, Alexander Zipf mit Peter Gietz & Matthias Arnold
Konzeption und Entwicklung: Philipp Franck
Tausend Dank an Konrad Berner für die ursprüngliche Idee und den allerersten Prototypen, Lukas Loos für seine Hilfe bei manchem kniffligen Datenbankproblem und seine allgemeine mentale Unterstützung, und Dirk Eller und Andreas Greiner für ihre Hilfe beim Verfassen der Hilfetexte.
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